Juist

Die Nordseeinsel Juist verfügt über eine Fläche von 16,43 km². Auf ihr leben 1 710 Einwohner. Sie gehört zum Landkreis Aurich. Die Insel Juist generiert ihre Haupteinkünfte durch den Tourismus. Im Jahr 2015 besuchten 129.184 Gäste die Insel, die ein Übernachtungsaufkommen von 983.971 Übernachtungen generierten. Juist ist eine autofreie Insel, CO2-Emissionen durch Mobilität sind somit extrem gering. Juist positioniert sich zurzeit über das Projekt „Klima-Insel Juist“ mit dem Ziel der Klimaneutralität bis 2030 als eine der nachhaltigsten Destinationen Deutschlands. Für das bisherige Engagement hat Juist dafür den Deutschen Nachhaltigkeitspreis erhalten. Der Landkreis Aurich gilt aber als wirtschaftsschwach und schrumpfend. Modellprojekte fallen hier auf fruchtbaren Boden, und gute Voraussetzungen für eine modellhafte Umsetzung sind gegeben.

Lausitzer Seenland

Lausitzer Seenland ist ein künstlich angelegtes Seengebiet in der Lausitz. Durch die Flutung stillgelegter Braunkohlentagebaue des Lausitzer Braunkohlereviers soll bis zum Jahr 2018 Europas größte künstliche Wasserlandschaft und Deutschlands viertgrößtes Seengebiet entstehen. Die Gesamtausdehnung von Europas künftig größter künstlicher Seenplatte beträgt von West nach Ost ca. 80 Kilometer, von Nord nach Süd (je nach Abgrenzung) zwischen 32 und 40 Kilometer. Das Lausitzer Seenland ist eine Urlaubsregion im Entstehen, die sich immer erkennbarer vom Braunkohlerevier zur größten von Menschenhand geschaffenen Wasserlandschaft Europas entwickelt.

Übertragbarkeit

Die Einführung des KlimaCents in den Modellregionen Juist und Havelland stellt zunächst
eine neue innovative Finanzierungsmöglichkeit dar, die aus der Branche heraus
generiert und für Modellprojekte beansprucht werden kann. Dies wird bereits kurzfristig
einen nationalen Branchendiskurs auslösen, der mit Hilfe u.a. des Deutschen Tourismusverband
und des gesondert etablierten Projektbeirates gezielt gesteuert wird. Es ist
davon auszugehen, dass ein ähnlich prominenter Branchendiskurs stattfinden wird, wie
dies z. B. bei Themen wie der Einführung einer Bettensteuer der Fall war. Erstmalig besteht
nunmehr jedoch die Möglichkeit branchenweit den Bereich Klimakompensation/
beitrag im Tourismus proaktiv zu adressieren und über die Ausgestaltung und Implementierung
von passgenauen „Klimaschutzprojekten“ zu befinden, die von Branchenbeteiligten
finanziert werden. Auf nationaler Ebene, werden mit Unterstützung der Branchenverbände
(DTV, BTW …) sehr schnell die neuen Möglichkeiten zur Umsetzung von
KlimaCent-finanzierten Projekten verbreitet.